Freitag, 26. Juni 2015

2-Tages-Rennrad-Runde in Oberbayern

(24. + 25. Juni 2015)


Nachdem in unserer ersten Urlaubswoche eher schlechtes Wetter nervte (Ausweichprogramm im Europapark - siehe Bild am Ende dieses Posts), hatten wir Mitte der zweiten Urlaubswoche ein wenig Glück und erwischten ein paar trockene Tage für eine Rennradtour (wie tapfer) ins Bayrische über cirka 270 Kilometer mit Start und Ziel in Innsbruck, geplant diese in 2 Tagen zu fahren.

Hier die Runde in einer aus Google-Earth kopierten Grafik, die man ab Innsbruck im Uhrzeigersinn sehen soll.


Am Mittwoch knapp nach 8 Uhr starteten wir die Tour und quälten uns anfangs durch die Stadt (Morgenverkehr), dann endlich war Rennradtempo über Völs und die Felder nach Kematen möglich.

Zeit für ein erstes Foto; das Wetter passte.


In Hatting überquerten wir den Inn und rollten bis Telfs. Jetzt hieß es fast 700-Höhenmeter bis nach Buchen etwas kräftiger in die Pedale zu treten. Der Verkehr dort rauf hielt sich in Grenzen, außer ein Ausflug von mindestens dreißig M-Klasse-Renn-BMW-Besitzer, die aber in Talrichtung brummten.


Oben angekommen ärgerten wir uns über dunkle Wolken, die aber gottseidank nichts Nasses runter ließen. Die Jacke anzuziehen war aber notwendig. Egal ....

Über die Leutasch traten wir bei lebhaften Gegenwind in Richtung deutsche Grenze, gönnten uns bei Schanz noch einen grauslichen und teuren (€ 2,95) Kaffee und erreichten bald danach Mittenwald.

Die Idee von Mittenwald in Richtung Schmalsee zu den Buckelwiesen zu fahren erwies sich als Volltreffer. Ruhig und schön ist es dort oben (oben ist übertrieben, denn es waren keine 100 Höhenmeter rauf).



Die Route führte uns weiter nach Krün und Wallgau zum Walchensee wo wir am Südufer unsere in Mittenwald gekaufte Jause + die mitgenommenen Manner-Waffeln mit 2 Enten "teilten".


Echt idyllisch dort, aber wir mussten weiter, es galt jetzt (zum Glück anfangs meist bergab) rund 15 Kilometer durch das Jachenau-Tal zu treten.

Ach ja, ein Bierchen wäre jetzt langsam eine Wohltat, leider hatten aber alle Wirtshäuser auf unserer Route am Mittwoch Ruhetag (haha, witzig) und erst in Arzbach fanden wir einen netten Garten und konnten unseren Durst löschen.


Yeah, Augustiner ... € 2,90 für die Halbe. Sensationell.

Weniger sensationell aber diese (jetzt nicht mehr so) dunkle Wolke die uns seit längerer Zeit verfolgte. Aber wie gesagt, es regnete nie!


Schon wieder: Wir müssen weiter, obwohl es so gemütlich wäre ...

Über einen Steg ging es dann auf die andere Seite der Isar, dann zuerst auf einem guten Schotterweg (aha, Rennräder sind auch für sowas tauglich), später auf Nebenwegen erreichten wir den Ort Mühle.
Tja, eigentlich wäre die Idee den Ort Bad Tölz zu umfahren gut gewesen, ärgerlicherweise entpuppte sich diese Strecke als eine für Mountainbikes, so galt es halt 10 Minuten die Räder zu schieben.

So a Schmorrrrrn!

Wir erreichten aber trotzdem Greiling, fuhren auf einer Nebenstraße nach Reichsbeuren, dann aber mussten wir auf die Hauptstraße und steckten mit all den Autos im Stau. Was es ging überholten wir rechts, erreichten bald Waakirchen und leider übersah ich wegen des durch einen Unfall verursachten Verkehrschaos die wichtige Abzweigung in Richtung Tegernsee. Verfahren, wieder zurück, waren dann aber doch auf der Tegernseer Straße und erreichten Gmund.

Der Tegernsee im Hintergrund.


(natürlich muss sich ein Auto ins Bild mischen ...)

Die Fahrt weiter nach Hausham wurde richtig lästig, denn Hunger mischte sich langsam ins Befinden. Auch der Gedanke noch ein Zimmer finden zu müssen plagte.

Egal, irgendwann (die Zeit weiß ich nicht mehr) erreichten wir unser Tagesendziel den Schliersee und hatten Glück im Gästehaus Sigrid ein freies Zimmer zu bekommen.

Mit den Rädern fuhren wir nach dem Einchecken zum See für ein Foto mit Abendsonne.



Ja, war ganz schön weit, fast 150 Kilometer und 1.400 Höhenmeter bei 8 Stunden am Sattel (gut, waren einige Trödelkilometer dabei ... wir machen ja kein Rennen).

Im Restaurant Ratskeller gönnten wir uns endlich was zum Essen (Schnitzel) und ein Augustiner.

Es stellte sich dann doch als Fehler heraus die kleinen Rucksäcke genommen und somit auf wärmeres Gewand zu verzichtet zu haben, denn es wurde verdammt frisch, die Fahrt zurück ins Zimmer zur Qual (Schüttelfrost?) und erst die heiße Dusche und das Bett konnten uns wieder auf normale Temperatur bringen. Das Ende Juni.  (... dafür dann aber Anfang Juli eine Hitzewelle ... Doofwetter!)

Egal, der Tag war anstrengend, so waren wir halt schon relativ früh im Bett.

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Aufwachen, Traumwetter, gutes Frühstück.


(Blick aus unserem Fenster)

Das Gästehaus.

Um ca. 9 Uhr starteten wir den zweiten Rennradtag und knipsten noch ein Foto am See.


Am Schliersee entlang führte uns die weitere Route über Neuhaus nach Bayrischzell.

Bei einem Cappuccino bemerkten wir, dass die Angaben vom Zimmervermieter und einem Gast nicht stimmten (80 Kilometer von Schliersee nach Kufstein haben sie gesagt). Tatsächlich waren wir 17 Kilometer hierher geradelt und auf einer Tafel stand noch 24 Kilometer nach Kufstein, also 40 insgesamt. Juhu.

Über die Tiroler Straße (wenig befahren) ging es weiter über den Usprungpass zurück nach Österreich und weiter nach Thiersee.



Immer wenn ich in Thiersee bin verblüfft mich die Optik der Rückseite des Pendlings.


Kufstein: Die Festung im Hintergrund.


Ähm, ja, wir sind schon geradelt ... aufgrund der Bilder könnte man meinen wir sind nur herumgestanden ...

Nach der Bolzerstrecke L212 bei Langkampfen fuhren wir, nachdem wir den Hunger mit einer Wurstsemmel gestillt hatten, weiter über Mariastein nach Angerberg, nicht aber um Höhenmeter zu schinden sondern um dem Verkehr zu entweichen.

Hat sich logischerweise ausgezahlt ...



Das untere Bild wo es runtergeht nach Breitenbach am Inn ist natürlich andersrum zu sehen. Ich fahre in die falsche Richtung ... für das Foto eben ...

In Breitenbach ein kurzer Einkehrschwung. Das Sitzen am Sattel wurde langsam unerträglich ...

Das kurze Bergaufstück zum Reintaler See lohnte sich (man kommt auch nicht anders nach Kramsach) wegen der wunderschönen Umgebung.

In Wiesing ein Kaffee + Mohnschnecke (lecker), dann der übliche Abstecher in Weißlahn, dann die restlichen 20 Kilometer nach Innsbruck, oft im Stehen (autsch der Sattel ...).

In Innsbruck angekommen hatten wir einen derartigen Schwung, dass der Bremsvorgang erst beim Stiftskeller zu Ende war. Oder sagen wir so, dort haben wir auf unser erreichtes Ziel angestoßen ...


Nach 127 Kilometern, 840 Höhenmetern und 6 Stunden Sattelkontaktzeit war ein Mass Augustiner erlaubt.

War eine coole Runde!



Ok und wie eingangs erwähnt ein Bild vom Europapark, hier der Blue  Fire Megacoaster, der mit 1 G innerhalb von 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt wird.
(weiß nicht mehr in welcher Reihe ich bei dieser Fahrt gesessen bin)


Auch cool!

Montag, 1. Juni 2015

Letztes Maiwochenende 2015

So beginnt ein Gedicht von Heinrich Heine:

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen, .....

Hat wahrscheinlich zu seinen Lebzeiten im 19. Jahrhundert gegolten, für das Jahr 2015 jedenfalls nicht. Diese Schlechtwetterperiode mit viel Schnee in den Bergen und saukalten Wohnungen war widerlich. Aber auch die restlichen Tage sprechen nicht für diesen in vielen Gedichten gelobten Wonnemonat.  

Anders aber das letzte Mai-Wochenende. Endlich mal angenehm warm und endlich mal nicht so viel Wind. Ja der Wind ... beim mountainbiken eigentlich unbedeutend, beim rennradeln aber oft sehr lästig (ein Kollege sagt: nimm ihn als Trainingspartner ... stimmt eh).

Mit dem Rennrad haben wir uns zu 100 % angefreundet, haben inzwischen auch schon 800 Kilometer am Tacho. Das Mountainbike wird eher selten benützt. Kommt aber sicher noch dran.

Freitag nachmittags (29.5.) war es Zeit für eine 100-KM-Runde zum Reintaler See.

Bis Volders am Radweg (gähn), dann auf die andere Innseite und über Fritzens nach Weißlahn, dort kurz wieder am Radweg und in Schwaz auf die L215 bei Schloss Tratzberg vorbei über Jenbach, Wiesing nach Münster.



Dann, wie sonst, über Kramsach zum Reintaler See. Kurz vor dem Ende der Hinfahrt ein lustiges Erlebnis mit einem frustrierten Herrn auf einem Citybike den wir überholten. Der hat uns alles geheißen, auf's vulgärste beschimpft, ... wir mussten lachen.

Am See beim ersten Gasthaus gönnten wir uns eine Rast bei einem kühlen Blonden (ist erlaubt nach 50 Kilometern) und knipsten ein paar Fotos, leider mit meinem alten Handy, aber passt schon.


 
Näher zu diesen Schwanbabies durfte ich nicht ran, das wollten die Eltern nicht.


So, Zeit für die Rückfahrt. Ist nicht so wie beim mountainbiken dass man einfach zurück ins Tal rollt. Die gleiche Strecke nochmals treten war angesagt.

Bei Jenbach fuhren wir rüber auf die andere Innseite und rollten über Buch nach Schwaz, dann wieder auf gleicher Strecke zurück nach Innsbruck.

Vor Fritzens probierte ich noch diese eigenartigen (Tornado-)Wolken einzufangen. (scherz natürlich mit Tornado)


Insgesamt waren es dann 101 Kilometer und fast 500 Höhenmeter bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 23 km/h.    ... eh nit schlecht.


Der Posttitel heißt ja "letztes Maiwochenende" ... dh. am Samstag war Pause, denn die Regeneration ist ja gleich wichtig wie das Training und so fuhren wir am Sonntag erstmals in Richtung Süden, ok nicht nach Italien sondern bis Matrei. (Mit >erstmals< ist das Rennrad gemeint)

Die Strecke über den Schönberg war an diesem Nachmittag recht ruhig. Außer ein paar Motorrädern und unserem wildgewordenen Metzger (muß man nicht verstehen) war es recht gemütlich, weil wenig Verkehr.

Zurück ging es im Auf und Ab über die Römerstraße, kennt eh jeder.


Für mich der anstrengendste Teil war (außer den kurzen bissigen Anstiegen auf der Römerstraße) die Abfahrt von Patsch nach Innsbruck. Spürt man ganz schön in den Handgelenken, aber man gewöhnt sich an die Abfahrten mit dem Rennrad, das ist sicher.

Feine Runde für einen Nachmittag (man muss halt den Zeitpunkt wo wenig Verkehr herrscht erwischen) mit 45 Kilometern und 700 Höhenmetern.

Die Liebe zum Rennrad ist gefunden, das ist sicher. Gebe aber zu, dass ich mich auf Almfahrten (nicht die Nordketten-Seite, denn dort tummeln sich alle Mountainbiker von Innsbruck) mit dem Mounty schon freue.


Montag, 23. März 2015

Erste Berührung mit dem Rennrad

"Berührung" ist eigentlich der falsche Ausdruck. Seit Anfang Dezember stehen unsere Rennräder fertig zusammengeschraubt im Schlafzimmer herum ähm. im Weg und wurden täglich von Platz A zu Platz B und wieder zurück geschoben (man muss ja in die Kästen reinkommen) und somit sehr oft "berührt".

Oft dachten wir, hm ... wie fährt man mit dem Zeug ...

Am 21. März war es endlich soweit, der viele Rollsplit wurde inzwischen ganz gut gekehrt, die Temperaturen waren so "na ja", aber endlich mal diese angeblich schnellen Dinger auszuprobieren war für uns jetzt der Reiz.

Und siehe da, kein Problem ... nach kurzen Brems- und Pedaleinklicktests wurde sofort eine neue Freundschaft entdeckt.


Auf Asphalt, auf leichten Steigungen, ein Traum! Wenn es steiler wird dann ... hui, da muss man mehr treten als beim MTB. Bergab, wenn es steiler ist, dauert es noch ein wenig bis man das richtige Gefühl bekommt.

Alles in allem, 20 km, mehr waren es nicht am ersten Tag, ein total neues Feeling und die Frage: Will ich nochmals hinauf auf die Höttinger Alm mit hunderten anderen Wochenendbikern, mit massenhaft E-Bikern? ... eher nicht ... dh. den Gefallen am Rennradfahren haben wir jetzt schon gefunden.
Natürlich fahren wir weiterhin mit dem MTB, aber an Plätzen wo kein Massenandrang herrscht.

Es gibt genug Gegenden im Inntal (wissen wir vom Fahren mit den MTB's und den profillosen Reifen) wo wenig Verkehr ist, wenn man halt draussen ist aus dem ampelverseuchten Innsbruck. Dort wo rennradfahren eine tolle Alternative zum MTB ist.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Winter - was tun?

Also wir haben uns keine Freizeittickets geleistet, somit ist Schifahren zu teuer und ich habe momentan absolut kein Interesse dran, Gabi mag diesen Sport sowieso nicht.

Endlich mal ein wirklich traumhafter Schneefall am 27. Jänner. Somit sind wir mit dem Auto nach Schönblick und von dort über die Enzianhütte den Steig rauf zum Ziel Rumer Alm.

Meist unberührter Schnee (mir fiel dieses Lied von H.Carpendale "deine Spuren im Sand" ein, umgedichtet halt in "keine Spuren im Schnee), echt cool.


Ja, das waren unsere, wir sind zurückgegangen um das Foto zu machen .... 



Am Ziel Rumer Alm setzte wieder Schneefall ein, aber jetzt war es Zeit uns etwas aufzuwärmen und etwas zu trinken beim Quatschen mit Angie, der Wirtin.


Logischerweise wurde das alles wieder länger als geplant, der Schneefall wurde stärker, das Tageslicht schwächer und somit wie fast immer wenn wir im Winter dort oben sind, wir mussten im Dunkeln runter. Bei den Stirnlampen aber kein Problem, sondern einfach nur lässig, kein Mensch weit und breit.


Tja, heuer leider eher selten dass wir einen Hike auf die Rumer machten, aber immer wieder schön und eine tolle Abwechslung.

Mittwoch, 26. November 2014

Dieses Jahr 2014 ... schnell vergessen!


Grad und grad 25.000 Höhenmeter geschafft und so 1.600 Kilometer, fast alles bis Ende Juli.
Danach nur noch ein paar nicht nenneswerte Ausfahrten (im August gar keine). Gabi hat ein wenig mehr Bikeoutdoorstunden in den Beinen.
 
Tja warum das alles? Angefangen hat mein Negativlauf schon Ende Jänner weil ich unbedingt Gentleman spielen musste indem ich einer Dame geholfen habe ein Moped zu heben. Blöder Schritt, Leistenzerrung. Somit Aufbautraining nicht möglich.
Dazu hat mich seit Jahresbeginn diese blöde Gallenblase gezwickt, nach dem dritten Arztbesuch wurde mir geraten das Ding baldigst entfernen zu lassen. Somit OP am 1. April. Ist sehr gut gelaufen und knapp über 2 Wochen später sind wir zum Rechenhof geradelt.

Eigentlich war unser Training 2014 auf eine Wien-Fahrt ausgerichtet, doch daraus wurde nichts.

Warum? Nach jeder etwas längeren Bike-Ausfahrt (erst recht nach der Sella Ronda) hat mir diese Leiste lästige Schmerzen verursacht. Dachte immer es ist eine Dauerzerrung, diagnsotiziert wurde aber der Leistenbruch als Schmerzverursacher.
Somit OP am 31. Juli. Blöderweise auch bei der anderen Leiste ein Bruch. Haben sie gscheiterweise unter einmal gerichtet. Ich habe den Ärzten vor der OP geglaubt, dass man nach 3 Wochen wieder anfangen kann zu sporteln und nach 6 Wochen wieder voll super beisammen ist. Na gut, die müssen mich mit dem Gerät Marcel Hirscher verwechselt haben oder ich bin vielleicht doch wehleidig.

Egal, das hier soll jetzt keine Jammerstory werden. Hat halt 6+6 Wochen gedauert, eben weil es beide Leisten waren ... das muss ich nicht ganz kapiert haben (mir gegenüber sarkastisch gemeint).

Wenns lafft dann laffts, im negativen Sinn

Und zu allem Überfluss hauts Gabi am zweiten Tag unseres Septemberurlaubes bei einer Radlrunde in der Stadt wegen einer Straßenbahnschiene (gibts ja in Innsbruck im Überfluss) auf den Kopf ... Krankenhaus, blaues Auge, sogar ein kleiner Bruch des Stirnknochens, blede G'schicht.
Hat uns aber nicht abgehalten am folgenden Wochenende nach Jesolo zu fahren ... mit dem Auto!

Jetzt aber passt wieder alles ganz gut, nur Sommer (war wettermäßig eh beschissen) und Herbst sind halt vorbei und somit bleibt nur zu hoffen, Blödsinn .. die Zuversicht, dass das Jahr 2015 besser wird und wir wieder lässige Ausfahren machen können.

Und so wie es ausschaut werden wir nächstes Jahr auch mit einem Rennrad unterwegs sein, zu 99 % sind wir uns sicher, dass wir uns ein Canyon-Roadbike bestellen.

Also, nicht so wie es ausschaut und 99 %, sondern fix und 100 %, denn vorgestern bestellt!  *freu*

Endurace CF 8.0:

Waren jetzt zwar super diese Schwalbe Kojak am MTB, aber irgendwann will man wieder mit den Stollen im Gelände fahren.

So, das war jetzt mal ein kurzes Update über unser Vergess-Jahr-2014 und wir melden uns 2015 wieder, hoffentlich zuversichtlich wieder mehrere Blogeinträge schreiben zu können.


Freitag, 18. Juli 2014

Sella Ronda, 17. Juli 2014

Die Umrundung des Sellamassivs in Südtirol, ein geplantes Highlight für 2014, haben wir leider bis in die Hauptsaision aufgeschoben und hätten es eigentlich in den Herbst verschieben sollen. Einfach zu viel Verkehr auf den Straßen.

Abfahrt in Innsbruck um 7:30, passt. Stress pur auf der Brennerautobahn bis zur Ausfahrt Klausen. Ein LKW reiht sich an den nächsten. Meine Vermutung warum mehr als die Hälfte dieser lästigen Dinger ein polnisches Kennzeichen haben schreibe ich hier nicht hin. Die Strecke rein ins Grödnertal mit den vielen Kurven nervte zusätzlich. Ich hasse autofahren!

Nach über 90 Minuten erreichten wir unseren Ausgangsort für die Sella Ronda, den Ort Wolkenstein. Gscheit war es, das Auto in einer Parkgarage für € 7,20 abzustellen. Zuerst musste ein Cappuccino her, davor aber Räder raus aus dem Auto, alles einpacken und im Ort ein Cafe aufsuchen. Auch nicht günstig für Italien, der Cappu, aber ist halt ein Touristenort. Geh leck! Da reiht sich ja ein Auto, ein Bus, ein Motorrad ans nächste, genau in die Richtung wo wir hin müssen. Na egal, jetzt sind wir eh schon hier, da müssen wir durch.

Eine kurze Doku über die geplante Fahrt hier: http://ul.to/wvr7tvi1

Am Ortsende von Wolkenstein ein Stau wegen einer Ampelregelung und das bergauf. Nutzt nix, wir überholen die Kolonne links und rechts und reihen uns knapp vor der roten Ampel ein. Ätsch! :-) Stressig zuerst, dann aber ok, denn alle 5 Minuten kamen motorisierte Fahrzeuge, dann war wieder Ruhe. Trotzdem lästig die Auffahrt bis zur Abzweigung zum Grödner Joch. Hier teilte sich der Verkehr auf denn viele fuhren zum Sellajoch weiter. Die Auffahrt wurde etwas angenehmer, auch wegen der Rundblicke die wegen der großen Höhe immer gewaltiger wurden.

Zeit für Fotos (übrigens in 16/9) in Richtung Langkofel.


Traumhaft das Flachstück entlang der atemberaubenden Sellawände.


Blick in Richtung des Grödner Joches (liegt auf 2.121 m) mit den Cirspitzen.


Einfach nur wunderschön hier oben, auch weil das Wetter mitspielt.



Erster Pass erreicht, nach ca. 560 HM.


Die Abfahrt runter nach Corvara war recht entspannend, aufzupassen galt es aber schon wegen der etwas eigenartig reparierten Straße.

Im Hintergrund links schaut der Sass Songher hervor und ganz hinten erkennt man die Fanesgruppe.


Um die Mittagszeit erreichten wir den Ort Corvara wo heuer diese Mure (links im Bild) abgegangen ist, knapp an bewohnten Häusern vorbei. Im Bildhintergrund nochmals das Grödner Joch.


Ab hier führte die Runde wieder bergauf zum Passo Campolongo, auf 1.875 m.
Anfangs schlängelte sich die Stecke in 11 Kehren über einen Wiesenhang rauf, später in angenehmer Steigung den Talkessel entlang.

Keep smiling.


Nach knapp über 300 HM war auch dieser Pass erreicht wo wir unsere mitgenommene Schinken-Käse-Semmel verzehrten.


Abfahrt nach Arabba. Dort gönnten wir uns einen Koffein-Schub bevor es in 33 Kehren rauf ging zum Pordoi-Joch. Anfangs ziemlich heiß, später aber wolkenbedingt angenehm zu fahren.

Am Weg die 650 Höhenmeter rauf zum Passo Pordoi auf 2.239 m.




Blick auf die Sellagruppe.


Tja, wären hier nicht diese vielen Sessellifte, Gondelbahnen und sonstige Aufstiegshilfen, es wäre noch schöner in den Dolomiten.

Jetzt nach Erreichen des dritten Passes ....


... gönnten wir uns ein Erfrischungsgetränk.


Danach hieß es wieder ein paar Hundert Höhenmeter runterrollen zur Abweigung wo es raufgeht auf das Sellajoch.

Die Langkofelgruppe taucht im Hintergrund auf ...


So, im nächsten Bild die Abzweigung rauf wo wir uns unserer Jacke entledigten und ein Snickers verzehrten.


Ca. 450 Höhenmeter waren jetzt zu bewältigen; ein letztes Mal auffi.


Inzwischen geht (auch wegen der nicht optimalen Radsaison bisher) die Runde schon etwas in die Beine. Aber nützt ja nichts, umkehren geht ja nicht.  ;-)

Ein paar Schnappschüsse von der Umgebung knapp vor Erreichen des Sellajoches.








Mit der Marmolata, dem höchsten Gipfel der Dolomiten, im Hintergrund.

Noch ein paar Meter bis zum Sellajoch auf 2.237 Meter.



Zu diesem herrlichen Ausblick gönnten wir uns noch ein Bierchen bevor es bergab ging zum Ausgangspunkt der Rundfahrt.



Kurz vor der Abfahrt mit Blick auf die Geislerspitzen, wieder die Cirspitzen und andere Dolomitenberge.


Und nochmals zu den Sellawänden.


Nach 2.000 Höhenmetern und 65 Kilometern erreichten wir wieder Wolkenstein, verstauten die Bikes im Auto und fuhren talauswärts zu einer Bar auf einen letzten Cappuccino. In Gossensass gab es dann die heiß ersehnte Pizza, Innsbruck erreichten wir nach 20 Uhr.

Noch die Übersicht aus Google-Earth über die gefahrene Route (im Uhrzeigersinn).



KML     (für Google Earth downloaden)


Fazit: "Sella-Ronda-Survivor" nannten wir uns spaßhalber, nicht aber wegen der bewältigten Streckenlänge sondern wegen des teilweise hohen Verkehrsaufkommens mit manchmal nicht unbrenzligen Situationen. Aber egal jetzt, es war eine wunderschöne Runde mit traumhaften visuellen Eindrücken, jedoch außerhalb der Hauptsaison zu fahren wäre sicher gscheiter.

Dienstag, 15. Juli 2014

Hinterhorner Alm, 15. Juli 2014

Damit niemand moant uns gibt's nimma ...

Zur Silberhochzeit (ja, auf den Tag genau 25 Jahr isses her als wir vorm Traualtar gstanden sind) hat es uns auf die Hinterhorner Alm verschlagen.


Tolles T-Shirt.
(is des nit da Casbah?)