Montag, 26. Juli 2010

Wettersteinumrundung, 8. Juli 2010

Es war vor 2 Jahren schon etwas Besonderes das Wettersteinmassiv mit den 4 Anstiegen zu umrunden. Mit einer etwas geänderten Route bei der Partnachklamm sollte die Umfahrung etwas einfacher werden, doch ... leider hab ich mich schwer getäuscht.

Blau eingezeichnet die gefahrene Route:



Na super, fing ja schon toll an: Ein Heißluftballon musste auf der Seefelder Bundesstraße notlanden, somit war der Zirler Berg gesperrt und wir fuhren über Telfs und Buchen nach Weidach, also ein Umweg von 20 Minuten.

Um knapp nach halb 9 starteten wir die Tour beim Fußballplatz in Weidach (hier ist Gratisparken den ganzen Tag über möglich). Um diese Zeit herrschten noch perfekte Wetterbedingungen und so wurde die Fahrt im Gaistal wie erwartet zu einem Genuss!



Nach 1,25 h. [gute Zeit!] erreichten wir den Ehrwalder Sattel (trotz kleinem Umweg vor der Gaistaleinfahrt - mein Fehler), rasteten kurz und fuhren runter nach Ehrwald,



dann wieder hinauf über die Zugspitzstraße zum Eibseeblick (kleine Jause --> wie sich später herausstellt zu klein).
Es fühlt sich weder Österreich noch Deutschland zuständig eine Wegverbindung zu bauen, somit war über die Grenze bis zum Forstweg der zum Eibsee runterführt wieder "Schieb dein Rad" angesagt.

Hier eine Aufnahme vom Eibsee bei der Abfahrt dorthin. (immer wieder schön)



Angenehm war die Weiterfahrt auf Asphalt leicht bergab vom Eibsee nach Grainau und auch die Fahrt über Wiesenwege nach Garmisch-Partenkirchen. Diesmal verzichteten wir auf eine Einkehr in Grainau was sich aber aufgrund der zu kleinen Jause davor nicht gerade als Vorteil auswirkte. So, bis hierher war alles super ...

Aber jetzt sollten die Qualen beginnen! Wir standen wieder vorm Eingang in die Partnachklamm, das Thermometer war bereits weit über 30 Grad geklettert und die Lust dort hinaufzufahren sehr gering. Aber es blieb uns nichts anderes übrig, das Auto stand auf der anderen Seite des Gebirges. Wie per Google-Earth geplant fuhren wir diesmal rechts der Talseite hinauf zur Partnachalm. Schon der Beginn der Auffahrt war steil und schottrig. Zu unserer Freude begann bald der Asphalt und die Steigung ließ etwas nach. Aber diese Freude war von sehr kurzer Dauer! Es wurde immer steiler und bald nicht mehr fahrbar, zudem lag das steilste Stück in der Sonne und somit ... wer sein Rad liebt der schiebt (blöder Spruch). Wir sahen am Ende der Schiebestrecke eine Hütte, aber das war nicht die Alm. Verdammt! Wenigstens konnte man wieder aufs Rad steigen. Doch bald wurde der Weg (eigentlich soll das eine Straße sein) wieder extrem steil. Ja spinnen die Deutschen! Endlich erreichten wir diese Partnachalm (denke diese Alm werde ich nie wieder sehen). Das Hacker-Pschorr-Bier schmeckte ausgezeichnet.

Danach mussten wir 2 lästige Schnapper rauf um eine ruppige Abfahrt im Niemandsland hinunter ins Reintal hinter uns zu bringen. Die Fahrt nach Ellmau war eine ständige Steigung in praller Sonne und sehr unattraktiver Umgebung. Nach Ellmau weiter zu den Seen, nach Mittenwald und über die Grenze zu einem Ort um dort ins Gasthaus "Zur Brücke" auf 2 Mittenwadler Bier und ein Essen (17 Uhr) einzukehren. Weiterfahrt der restlichen 8 km bei 90 hm nach Weidach zum Auto.

Ganz schön geschafft (siehe Foto)! Es war ja auch ein extrem heißer Tag der für eine solche Fahrt wo man nie in größere Höhen kommt aber 1.900 Höhenmeter bergauf fährt nicht der Richtige ist!



Anm.: Die Strecke ab Beginn Steigung nach Ellmau bis zum Gasthaus "Zur Brücke" bleibt unkommentiert!

Freitag, 25. Juni 2010

Seegrube, 24. Juni 2010

Endlich stabiles Schönwetter nach einer langen Schlechtwetterzeit. So machten wir uns diesen Donnerstag gleich nach Mittag auf den Weg zur Bodensteiner Alm, dem eigentlichen Ziel. Relativ heiß war die Auffahrt auf der Straße zur Hungerburg, dann aber im Wald äußerst angenehme Temperaturen bei traumhaft klarer Luft. Über die Arzler Alm und Rastlboden gings zur Abzweigung Höttinger-Bodensteiner wo wir uns eine kleine Rast gönnten. Hauptgrund war der Tausch des Camelbak's.

Weiter ging's in Richtung Bodensteiner. Ich fuhr vor um in der spektakulären Bodensteiner-Kurve von oben ein Foto von Gabi zu machen. Aber zu meinem großen Ärger war der Akku des Fotoapparates leer! Neeeeiin!

Bei der "Kreuzung" Bodensteiner-Seegrube die Frage von Gabi "Ist's noch weit zur Seegrube" ... nicht so, aber der Weg ist steil und in meiner Erinnerung schlecht, aber schaun wir mal. Und so traten wir Richtung 3er-Stütze in die Pedale. Die Aussage des Rechenhof-Wirtes bestätigte sich - der Weg ist in super Zustand und so startete das Abenteuer Seegrube, die härteste Auffahrt in der Umgebung von Innsbruck.

Ein paar mal kurz stehen bleiben (einmal wegen einer mit dem Lift hinaufgebrachten Menschenmasse die sich zu Tal wälzte) und nach gut 2 Stunden 25 Minuten war das Ziel erreicht. Für Gabi wurde ein Traum wahr aber jetzt erst recht ärgerlich war der leere Akku des Fotoapparates.

Während ich ein Budweiser holte fragte sie einen fotografierenden Mountainbiker um zwei Snapshots die er uns dann am Abend mailte. Ein Dank an diesen freundlichen Sportler!




Zuerst wollten wir wegen des kalten Windes ein weiteres Bier auf der Arzler Alm trinken, doch ein sonniger Platz westseitig des Seegrubenhauses veranlasste uns ein zweites Budweiser hier zu konsumieren und den herrlichen Blick in Richtung Süden noch länger zu genießen.

Die Abfahrt war lang und kein Schieben notwendig. Der Ankunft daheim nach 33 gefahrenen Kilometern folgte ein nicht mehr enden wollendes Glücksgefühl von Gabi ...

Mittwoch, 24. Februar 2010

Bike-Opening 2010 (Rechenhof)

Kaum zu fassen! Vorige Woche noch eisige Temperaturen und am 23.2. schon eine erste Ausfahrt bei fast 15° C möglich. Wir waren aber die Einzigen die diese Idee hatten ...


Montag, 16. November 2009

Höttinger Alm, 14. November 2009 (oamol geht's no ...)

Der erwartete Föhn ist von Freitag auf Samstag "eingefallen", aber von wärmeren Temperaturen war am Vormittag noch nichts zu spüren. Entsprechend skeptisch dachten wir an unser heutiges Ziel - die Höttinger Alm, heuer nur noch dieses Wochenende geöffnet.
Aber wie heißt es? "Nur die Harten kemmen durch, und da nur 2 Prozent" ... ;-)

So machten wir uns kurz vor 11 Uhr auf den Weg. Die Fahrt zur Innholzbrücke war grausig, so stark und kalt wehte der Wind. Und dann, wie erwartet mit Beginn der Steigung Alpenzooweg, plötzlich fast windstill und relativ warm. Wie immer angenehm in der Steigung die Fahrt bis zum Beginn der Mühlauer Klamm, dann wie bekannt ein paar Minuten schinden, danach in altbewährter Weise weiter Ri. Arzler Alm, Ri. Rumer Alm und den Lackenweg rüber zum Rastlboden. Hier - siehe Bild - auch schon der erste Schnee, der seit den starken Schneefällen Mitte Oktober liegen geblieben ist.



Nach der letzten Kehre zur Höttinger häuften sich die schneebedeckten Stellen, die aber alle problemlos zu passieren waren.


Wow, die Lawine die hier abging war für diese Jahreszeit nicht schlecht.



Die Gaststube der Höttinger Alm war wie erwartet überfüllt, doch nach kurzer Wartezeit bekamen wir unseren Tisch. 2 Bier, a Supperl und eine lustige Diskussion mit Hüttenwirt Bernhard über das seit heuer geltende Rauchverbot. Einige Zeit später machten wir uns wieder auf den Heimweg und nahmen uns noch die Zeit für ein paar Fotos.




Achtung Rutschig!



Ob das die letzte Fahr im Jahr 2009 war? Ich glaube nicht.

Montag, 2. November 2009

Hinterhorner Alm, 31. Oktober 2009 (60.000 HM)

Ende Oktober ist es und wer weiß wie der Rest des Jahres wettermäßig ausschauen wird. Gabi fehlen noch 900 Höhenmeter auf die 60.000 für das Jahr 2009!

Am heutigen Samstag war zwar am Vormittag noch blauer Himmel, jedoch zum Start in Richtung Gnadenwald / Hinterhorner Alm zogen dünne Wolken auf. Aber egal, Gewand hatten wir genug eingepackt und die Sechzigtausend mußten her!

Wir radelten über Rum, Thaur, dem Absamer Militärstützpunkt entlang zum Beginn der Mautstraße zur Hinterhorner. Dort war auf einer Tafel zu lesen, dass die Alm offen hatte und somit stand einem "Prost" auf das erreichte Ziel nichts mehr im Wege.
Beeindruckend unterwegs die vielen abgebrochenen Bäume und Sträucher durch den vielen Schnee Mitte Oktober.

Zeit für ein Fotoshooting!




Nach 2 Stunden und 2 Minuten erreichten wir die Hinterhorner Alm und genossen das erste Bier im Garten, das zweite aber - es wurde empfindlich kälter - in der Alm. Lecker das Freisinger Bier (ein Boarisches).


(Man beachte den Schnee neben der Hütte)

Noch ein Foto vom smogbedeckten Inntal. Leider mußten wir wieder dorthin. Die Luft oben war ja eindeutig besser aber es wird halt schon früh dunkel und so war es Zeit für die Abfahrt.



Vor Einbruch der Dunkelheit schafften wir es noch nach Hause. Den Samstag Abend "begossen" wir bei einem Konzert der Tirolinstones im Shakespeare (oops, erst um 4 Uhr in der Früh daheim) ...

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Villanderer Hütten- und Almentour, 28. Oktober 2009

Es ging sich also doch noch aus, diese als 4-Sterne-Tour (lt. Almenrausch.at) bezeichnete Runde in Südtirol mit fast 1.700 Höhenmetern. Der Wintereinbruch Mitte Oktober hatte die Berge südlich des Brenners nicht so brutal erwischt. Um ca. 10:45 starteten wir diese Tour von Klausen aus. Anfangs ging es ja recht gemütlich in das Thinnetal, vorbei am Schloss Garnstein. Gleich danach eröffnete sich ein erster grandioser Blick zu den Geislerspitzen.
Ach ja, viele Kastanien haben wir gefunden. Die werden wir uns in den nächsten Tagen schmecken lassen, war aber ganz schön eine Plage dieses Zusatzgewicht im Rucksack raufzuschleppen.

Nach dem Wechsel der Talseite entstand folgendes Traumbild von den Geislerspitzen.



Und etwas weiter oben dieses, man sieht erstmals den imposanten Langkofel:



Ein paar Kurven war die Strecke noch halbwegs angenehm, doch dann bäumten sich wirklich steile 300 Höhenmeter bis zum auf 1933 Meter liegenden Parkplatz "Jochalm - Kasereck" auf. Der durch diesen vielen Schnee verursachte Trainingsmangel für weitere Strecken machte sich bemerkbar. Irgendwann, aus dem letzten Loch keuchend, erreichten wir den Parkplatz, aber irgendwie schaute es so aus, als ob der Weg zum Endziel Stöfflhütte immer noch weiter nach oben ging. Und so war es auch. Noch dazu war der jetzt beginnende Forstweg nass und lettig, somit noch schwerer.

Nach weiteren fast 200 Höhenmetern, an der Steiner Alm vorbei, erreichten wir den höchsten Punkt unserer Rundfahrt irgendwo in den Latzfonser Böden. Von nun an ging es nur noch bergab zur Stöfflhütte die auf 2057 Meter liegt.
Der Ausblick auf die gegenüberliegende Talseite zu den Dolomitenbergen entschädigte (jedenfalls mich) ......
Gegessen haben wir Hirtenmaccheroni (Ga + Gü), saures Rindfleisch mit Zwiebel (ich). Und dazu gab es ein Forstbier. Was trinkt man nicht alles wenn man durstig ist.

Ist leider so, diese Bergmotive waren so beeindruckend, dass ich vergaß die Mitfahrer abzulichten (sorry).






Ach ja, wenigstens 1 Foto von der tapferen Gabi mit der Stöffelhütte im Hintergrund.



Hier ein letztes Foto (von den Mooswiesen aus geknipst) bis es wirklich runter ins Eisacktal ging.



Es wurde schon langsam dämmrig und die Abfahrt wollte nie enden. Vorbei ging es an der Moar-in-Plun-Alm und der Gasserhütte. Manchmal ziemlich steil war die Abkürzung zum Sambergerhof.

Und hier noch ein letztes Bild, gemacht in der Nähe von Villanders, Sella, Lang- und Plattkofel, angestrahlt von den letzten Sonnenstrahlen dieses Oktobertages.



Sozusagen in letzter Minute vor absoluter Dunkelheit erreichten wir das Auto, verstauten die Bikes und ab ging es Richtung Heimat.

Fazit: Toller, aber extrem anstrengender Bike-Tag in Südtirol mit traumhafter Bergkulisse und mit Sicherheit die letzte längere Mountainbiketour im Jahr 2009.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Zillertaler Höhenstraße, 30. September 2009

Für das Bikejahr 2009 war der harte "Brocken" Zillertaler Höhenstraße fix am Plan und perfektes Wetter sowie ein übrig gebliebener Urlaubstag meinerseits + Dienstverschiebung von Gabi ließen uns diesen realisieren. Um 7:30 starteten wir Richtung Zillertal, und zwar bis Uderns um ein wenig einzurollen. Diese Fahrt taleinwärts war bei 9 Grad ganz schön kalt und die im Rucksack verstauten warmen Sachen wurden jetzt schon angezogen. Ziemlich genau 17 Kilometer waren es bis Hippach wo die südlichste Auffahrt der Höhenstraße beginnt. Uff, schon die ersten Meter hatten es in sich und ohne Gnade ging es bergauf ... aber ein Lächeln fürs Foto war noch möglich.



Über Schwendberg bis zur Pension Roswitha gab es nur eine ganz kurze flache Passage wo etwas Verschnaufen angesagt war, aber ab dieser Pension wurde es wieder richtig steil mit 20%-Rampen bis zum Mauthäuschen. Auch weiter bis zum ersten Ziel, dem höchsten Punkt der Zillertaler Höhenstraße auf 2.020 Meter (Melchboden), ging es gnadenlos bergauf. Für die Moral nicht gerade positiv war die letzte Gerade zum Melchboden, die an die Hinterhorner erinnert, man sieht das Ziel, kommt aber irgendwie nie an.
Am Melchboden war eine kurze Rast angesagt und auch dringend notwendig. Die mitgenommenen Schinkensemmeln und der Himbeersaft schmeckten ausgezeichnet, denn dieser lange Anstieg hat alle Kohlenhydratspeicher leergefressen. Auch war es Zeit für ein paar Fotos mit dieser tollen Bergkulisse im Hintergrund.



Dann gings weiter talauswärts die Höhenstraße entlang, immer leicht bergab.


Insgesamt waren es ca. 250 HM bergab bis es dann kurz wieder steil bergauf geht (Verzweiflung pur ... *g) zur Jausenstation der Zellberg Buam.



Die gerade vor 5 Minuten ausgezogene Jacke mußte wieder übergestreift werden, denn ab hier gings steil und schattig bergab im Reischbachwald bis zur Abzweigung Plötzeben. Weitere 250 Höhenmeter wurden "verloren".

Was jetzt mit ca. 1800 Höhenmeter in den Beinen? Weiter runter ins Tal, also Aufgabe, oder wieder bergauf (300 HM) um die gesamte Zillertaler Höhenstraße zu befahren?

Gabi hatte genug Motivation um den Weg bergauf zu wählen. Weiter oben gab es auch ein Lächeln für den Fotografen.



Das Schönste an dieser von Skipisten und -liften verschandelten Gegend (am Ende des neuerlichen Uphills) war dieser Speichersee.



Wir fuhren einige Meter bergab, ließen das erste riesige Gasthaus aus und kamen beim Zirmstadl an. Die Terasse mit toller Aussicht und Liegestühlen machte uns die Entscheidung einfach dort einzukehren um ein Zillertaler Bier zu genießen.



Und ein letztes Bild bevor es 1300 Höhenmeter in Richtung Talboden geht.



Diese Abfahrt hatte es wirklich in sich, die Bremsbeläge wurden zum Glühen und die Bremsscheiben zum Scheppern gebracht. Pech für Gabi, ihr brachen kurz vorm Ende der Abfahrt noch 2 Speichen (vielleicht auch eine, und die andere war schon kaputt, aber egal ... ein Werkstattbesuch ist notwendig).

Endlich erreichten wir Ried im Zillertal und fuhren dann am Radweg zurück nach Uderns. Mit dem Auto ging's dann zum Schlitterer Badesee um dort ein Abschlussbier zu genießen.

Fazit: Mit 2.150 Höhenmetern und 60 Kilometern sicher eine der härtesten Bike-Touren für mich und die Härteste für Gabi, besonders der erste Anstieg auf den Melchboden mit einer Durchschnittssteigung von 10 %!
Aber das Abenteuer "Zillertaler Höhenstraße" war vollbracht und wir konnten stolz auf uns sein!